Dachanlagen – Mit einer Solaranlage zum Energieerzeuger werden

Solaranlagen auf dem Dach

Jede kWh aus Photovoltaik hilft, den CO2-Ausstoß zu verringern! Als Privatperson profitieren Sie dann am meisten davon, wenn Sie ein Eigenheim besitzen und über die Dachfläche frei verfügen können. Mit einer Photovoltaikanlage (kurz: PV-Anlage) auf Ihrem Dach decken Sie einen wesentlichen Teil Ihres täglichen Strombedarfes durch selbsterzeugten und grünen Solarstrom ab. Das lohnt sich für Sie und für die Umwelt!

Solar-Lösungen für Ihr Dach

Hier finden Sie umfangreiche Informationen über den Nutzen von PV-Anlagen und dazu, wie Sie Ihr Dach einfach & günstig mit einer PV-Anlage ausstatten.

icon: Solarthermie

Hier finden Sie Informationen über den Nutzen von solarthermischen Anlagen und dazu, wie Sie Ihre Heizung und Warmwasserversorgung mit Solarthermie unterstützen.

Photovoltaik oder Solarthermie? Wo liegt der Unterschied?

Photovoltaik und Solarthermie werden häufig synonym verwendet, beschreiben jedoch zwei verschiedene Systeme der Energiegewinnung durch Sonnenstrahlen: Während die Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung dient, sorgt eine solarthermische Anlage für Wärme. Beide Systeme werden auf dem Dach installiert, unterschieden sich aber nicht nur technisch, sondern auch optisch.

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik Anlage auf dem Dach

Wenn wir von Photovoltaik (oder auch Fotovoltaik) sprechen, meinen wir, dass wir Sonnenenergie sammeln, sie in elektrische Energie umwandeln und dann in Form von Strom nutzen. Die Photovoltaikanlage versorgt also Ihren Fernseher, Ihren Kühlschrank und alle weiteren elektrischen Geräte Zuhause.

Dafür werden PV-Paneele auf Ihrem Dach installiert. Diese setzen sich aus Solarzellen zusammen, die Sonnenenergie auffangen und in Gleichstrom umwandeln. Da durch unsere Stromnetze aber Wechselstrom fließt, gehört zu jeder PV-Anlage auch ein Wechselrichter, der aus Gleichstrom Wechselstrom macht. Gar nicht so wenig Menschen in Deutschland hat diese Technologie überzeugt. Ende 2019 lag die Menge an installierten PV-Anlagen hier bei ca.1,8 Millionen.

   Photovoltaik erzeugt Strom zur Nutzung im privaten Haushalt
   Photovoltaik nutzt für die Stromerzeugung Module, die aus        Solarzellen bestehen
   Die Module erkennt man an einem quadriertem Muster
   Überschüssiger Solar-Strom wird ins öffentliche Netz        eingespeist
   Für eingespeisten PV-Strom erhält der PV-Besitzer eine        Einspeisevergütung gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz        (EEG)
   Die KfW Bank bietet eine Investitionsförderung für PV-Anlagen        an

Was ist Solarthermie?

solarthermieanlage

Das Herzstück von solarthermischen Systemen besteht aus Sonnenkollektoren, die Wärmeenergie erzeugen. In den Röhren des Sonnenkollektors befindet sich dafür ein flüssiger Wärmeträger (meist ein Glykol-Wasser-Gemisch), der die Wärme aufnimmt und zum Verwendungsort transportiert.

Die primäre Verwendung einer solarthermischen Anlage ist die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Unterstützung der Heizungsanlage. Paradoxerweise wird die Wärme aber auch immer häufiger für die Kühlung, sprich die Unterstützung der Klimaanlage genutzt. Was viele nicht wissen: Ende 2018 lag die Anzahl installierter Solarthermieanlagen mit ca. 2,36 Millionen über der von PV-Anlagen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Solarthermie.

   Solarthermie erzeugt Wärme und unterstützt Warmwasser        sowie Heizung
   Solarthermie nutzt Kollektoren zur Erhitzung einer        sogenannten Solarflüssigkeit
   Die Solarkollektoren erkennt man an parallel zueinander        liegenden Rohren
   Überschüssige Wärmeenergie wird in einem sogenannten        Pufferspeicher gespeichert
   Die Errichtung einer solarthermischen Anlage ist in der Regel        genehmigungsfrei
   Solarthermieanlagen werden vom Bundesamt für Wirtschaft        und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert

Der Trend geht zur Photovoltaikanlage

icon: Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr Photovoltaik: 2019 waren es etwa 1,8 Millionen PV-Anlagen. Bis Ende 2020 werden es voraussichtlich fast 2 Millionen sein.

icon: Strom

Im Jahr 2019 wurden über 46.500 Gigawattstunden Strom durch Photovoltaik erzeugt. Damit können 36,61% des Nettostromverbrauchs privater Haushalte abgedeckt werden.

icon: Solaranlage

2019 wurde ein Zubau mit einer Leistung von ca. 3,9 Gigawatt festgestellt. Dies entspricht der jährlichen Leistung von zwei durchschnittlichen Atomkraftwerken*.

icon: Tortendiagramm

Photovoltaik hält derzeit einen Anteil von etwas über 8,2% an der deutschen Stromerzeugung. Der Anteil nimmt seit 2013 kontinuierlich zu.

icon: Treibhausgase

2018 konnten etwa 28 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2) durch die Nutzung von Photovoltaik in Deutschland vermieden werden.

*Gemessen an zwei mittelgroßen Atomkraftwerken, wie sie in Deutschland eingesetzt sind.
Quelle: Fraunhofer ISE (2020): Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (2020), https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf; Fassung vom 10.06.2020

Sie möchten selbst Energieerzeuger werden?

Wenn Sie über eine eigene Photovoltaikanlage für Ihr Eigenheim nachdenken, empfehlen wir Ihnen den Solaranlagen-Preisvergleich unseres Partners Selfmade Energy auszuprobieren. Vielleicht hilft Selfmade Energy auch Ihnen einfach und schnell, eine passende und günstige PV-Anlage zu finden.

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Solaranlage auf dem Dach eines Hauses

Dachtypen und ihre Eignung für PV-Anlagen – Ist Ihr Dach dabei?

Das Satteldach

Photovotalik anlage auf satteldach

Das Satteldach hat einen senkrechten Giebel, von dem aus die Dachflächen zu zwei Seiten schräg abfallen. Satteldächer sind in Deutschland am häufigsten zu finden und für Photovoltaikanlagen am besten geeignet. Aufgrund der großen Dachfläche erzeugen die PV-Module auch bei einer nicht-südlichen Ausrichtung gute Erträge. Bei einer entsprechenden Dachneigung kann eine optimale Leistung erzielt werden.

Das Walmdach

Photovotalik anlage auf Walmdach

Walmdächer sehen ähnlich wie Satteldächer aus, verfügen allerdings an den Seiten des Giebels ebenfalls über geneigte Flächen.Auch ein Walmdach ist für eine Photovoltaikanlage gut geeignet. Im Gegensatz zu einem Satteldach können bei einem Walmdach vier Flächen mit Solarmodulen bedeckt werden. Die Ausrichtung des Hauses ist daher nicht so entscheidend.

Das Pultdach

Photovotalik anlage auf Pultdach

Ein Pultdach ist eine Dachform mit nur einer geneigten oder zwei zueinander versetzt angelegten Dachflächen. Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Grundsätzlich ist auch hier die Installation einer Photovoltaikanlage möglich. Allerdings ist die Dachausrichtung sehr wichtig – ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach ist für PV-Anlagen gut geeignet, eine nördliche Ausrichtung dagegen lohnt sich aus wirtschaftlicher Sicht in der Regel nicht.

Das Flachdach

Photovotalik anlage auf Flachdach

Photovoltaikanlagen können nicht nur auf schrägen, sondern auch auf flachen Dächern installiert werden. Die Module werden mithilfe eines Metallträgers aufgestellt und schräg ausgerichtet, sodass ein optimaler Neigungswinkel erreicht wird. Durch die schiefe Ausrichtung werden die Module wie bei Schrägdächern durch den Regen gereinigt.

So profitieren Sie von einer Photovoltaikanlage

Tut dem Portemonnaie gut

Auf die Kilowattstunde runtergebrochen, kostet Solarstrom privater PV-Anlagen laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Institutes zwischen 7,23 Cent im Süden und 11,54 Cent im Norden Deutschlands. Strom vom Energieversorger kostet dagegen um die 29 Cent je kWh – Tendenz steigend.

Gut für die Umwelt

Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts werden 50g CO2 je produzierter kWh PV-Strom freigesetzt. Damit gehört Photovoltaik zu einer der saubersten und emissionsärmsten Energiequellen. Zum Vergleich: der CO2-Ausstoß eines Braunkohlekraftwerks liegt bei über 1.000g CO2 je kWh.

Quelle: Fraunhofer ISE (2020): Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (2020), https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf; Fassung vom 10.06.2020

Photovoltaik wird gefördert

Der Staat hilft sowohl bei der Anschaffung als auch beim Betrieb einer PV-Anlage. Die KfW Bank bietet günstige Finanzierungskredite und vergütet überschüssige Strommengen gemäß EEG. Achtung: Anträge bitte dringend vor Beginn der Arbeiten stellen.

Geringer Wartungsaufwand

Eine PV-Anlage hat keine beweglichen Teile, sodass der Aufwand für Wartung und Instandhaltung minimal ist. Achten Sie vor allem darauf, dass Bäume nicht so wachsen, dass sie Ihre PV-Anlage in den Schatten stellen.

Strom wird irgendwann kostenlos

PV-Module erbringen nach 20 Jahren nur noch ca. 80 bis 90% ihrer Leistung. Da die PV-Anlage dann aber in der Regel fertig finanziert wurde und somit abgeschrieben ist, erzeugt die PV-Anlage kostenlosen Strom.

Häufig gestellte Fragen

Photovoltaikmodule bestehen aus vielen verbundenen kristallinen Siliziumzellen. Durch Sonneneinstrahlung werden Elektronen in den Zellen angeregt und beginnen zu wandern (photoelektrischer Effekt), dies ist gleichbedeutend mit elektrischem Gleichstrom. Dieser wird nun in einem Wechselrichter in Wechselstrom (230 V) gewandelt und in das Hausnetz, das Versorgungsnetz oder einen Batteriespeicher eingespeist.
Wie viel eine PV-Anlage kostet, hängt von verschiedenen Variablen ab und kann stark auseinandergehen. Die größten Einflussfaktoren auf den Preis liegen in der Größe der Anlage, der Modultechnologie sowie den Montagekosten. Eine kleine PV-Anlage mit 4 kWp Nennleistung kann man schon für ca. 5.000 € bekommen. Der Preis für eine durchschnittliche Photovoltaikanlage für das Einfamilienhaus liegt aber eher bei ca. 8.000 €. Möchte man hingegen eine sehr große Dachanlage mit 10 kWp Nennleistung kommt man auch schnell auf 15.000€. Noch teuer kann es werden, wenn ein Stromspeicher dazu kommen soll. Hier finden Sie einen Solaranlagen-Preisvergleichsrechner, mit dem Sie unverbindlich nachrechnen können, was eine PV-Anlage für Ihr Dach in etwa kosten würde.
Eine Solaranlage bietet die Möglichkeit, Strom selbst zu produzieren und verbrauchen zu können. Nimmt man die Installationskosten und Produktkosten in die Berechnung, so kostet die Produktion von einem Kilowatt Solarstrom meist nur 7-11 Cent. Beim Energieversorger kostet eine Kilowattstunde Strom ca. 29 Cent. Somit können Sie bei einem durchschnittlichem Verbrauch von 4000 kWh und einer Eigenverbrauchsquote von 25% jedes Jahr ganze 200€ an Stromkosten sparen. Mit einem Energiespeicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote sogar signifikant steigern und somit auch das Sparpotential für Ihren Geldbeutel.
Schritt 1: Als Erstes sollten Sie prüfen, welche Solaranlagengröße auf Ihrem Dach möglich sind und wie groß das Einsparpotential bei Ihnen ist. Schritt 2: Nachdem Sie Schritt 1 erfolgreich abschließen konnten, starten Sie nun Ihre persönliche Ausschreibung für Ihr Dach, damit Sie individuelle Angebote von Installateuren einholen und vergleichen können. Schritt 3: Nachdem Sie sich für ein Angebot entschieden haben, setzen Sie sich mit dem entsprechenden Installateur in Verbindung. Dieser wird Ihr Dach final begutachten und anschließend können Sie den Kaufvertrag abschließen. Ein Solaranlagen-Preisvergleichsrechner kann den Prozess vereinfachen. Hier erfahren Sie mehr.

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icon: Stecker

In die Steckdose und fertig: Mit Hilfe von Plug & Play Anlagen für den Balkon, Garten oder die Fassade kann jeder mitmachen

Paar installiert PV-Anlage auf dem Balkon