Solaranlagen – Nutzen Sie die Energie der Sonne

Solaranlagen auf dem Feld

Auch in Deutschland scheint ordentlich die Sonne. Verteilt aufs ganze Land liegt die jährliche Sonneneinstrahlung bei ca. 1.000 kwh pro Quadratmeter. Man mag es kaum glauben, aber wären wir in der Lage dazu diese vollständig in elektrische Energie umzuwandeln, hätten wir fast 20-mal mehr Strom als weltweit verbraucht wird. Hier zeigen wir Ihnen, wie auch Sie die Energie der Sonne nutzen können.

Solaranlagen für Ihren Bedarf

Dachanlage

Wer im Eigenheim wohnt und über ein eigenes Dach verfügt,
darf zur großen Solaranlage greifen.

Anlage für die Steckdose

Kein Dach? Kein Problem! Mit sogenannten Plug & Play Solaranlagen für den Balkon, den Garten oder die Fassade.

Eine klassische Dachanlage vs. Plug & Play: Wo liegt der Unterschied?

Was sind Dachanlagen?

Solanaranlage für das Dach

Die meisten Solaranlagen für das Dach sind Photovoltaikanlagen. Diese bestehen aus mehreren, größeren PV-Modulen, die zusammen normalerweise auf eine Anlagengröße zwischen 4 und 10 Kilowatt Peak (kWp) kommen. In der Regel bedarf es einer Dachfläche von 24 bis 60 Quadratmetern. Photovoltaikanlagen müssen von einem konzessionierten Elektriker fest auf dem Dach montiert und an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Überschüssiger Strom, welcher nicht unmittelbar selbst verbraucht werden kann, wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. In der Regel werden Eigentümer hierfür über die EEG-Einspeisevergütung entlohnt.

Zur Familie der Solaranlagen fürs Dach gehört zudem auch die Solarthermie. Anders als bei Photovoltaikanlagen wird die Sonneneinstrahlung hier nicht in elektrische, sondern mithilfe von Solarkollektoren in thermische Energie umgewandelt. Die solarthermische Anlage unterstützt also Ihre Heizung und Warmwasserversorgung. Die optimale Anlagengröße richtet sich hier nach der Haushaltsgröße. Man kann grob damit rechnen, dass Sonnenkollektoren für die Warmwasserversorgung ca. 1,5 Quadratmeter und für die Heizungsunterstützung ca. 2,5 Quadratmeter Dachfläche pro Person beanspruchen.
 
 

Bei einem Haus mit größerem Dach und einer Haushaltsgröße von 3-5 Personen können beide Technologien häufig auch kombiniert werden. Ob dies auch auf Ihr Haus zutrifft, sollten Sie sich aber dringend vor Auftragsvergabe von einem neutralen Profi bestätigen lassen.
 

   Besonders sinnvoll für Hausbesitzer
   Installation durch Elektrofachkraft
   Plausibilitätsprüfung: Bauart, Schräge, Ausrichtung,        verschattungsfreie Freifläche des Daches
   Anmeldepflicht beim Netzbetreiber
   Für überschüssigen Strom kann eine Einspeisevergütung        beantragt werden

Was sind Plug & Play Anlagen?

Paar installiert PV-Anlage auf dem Balkon

Als Plug & Play Anlagen werden Mini-Photovoltaikanlagen bezeichnet. Sie können an eine Steckdose angeschlossen werden und so die erzeugte Energie direkt in den eigenen Stromkreislauf einspeisen. Ihr besonderer Vorteil liegt darin, dass sie nicht am Hausdach angebracht werden müssen. Am häufigsten findet man sie am Balkon, aber auch an der Fassade, im Garten oder auf dem Garagendach. Insbesondere Wohnungsbewohnern wird so ermöglicht, nun auch eigenen, grünen Strom zu erzeugen und so die Energiewende voranzutreiben.
 


Plug & Play Photovoltaikanlagen bestehen meist aus mehreren, kleineren PV-Modulen, die zusammen eine Anlagengröße von 600 Watt Peak nicht überschreiten dürfen. Die Größe der Module ist unterschiedlich und hängt weitestgehend von der gewählten Passform des Herstellers ab. Trotz der Unterschiede liegt die Leistung der kleinen Plug & Play PV-Module in etwa bei 140 bis 170 Watt Peak pro Quadratmeter. Idealerweise ist die Anlage so dimensioniert, dass der selbstproduzierte Strom zu jeder Zeit im eigenen Haushalt selbst verbraucht wird. Überschüsse ins öffentliche Netz einzuspeisen ist aufgrund der geringen Strommenge, die eine solche Mini PV-Anlage produziert, weniger sinnvoll.

Wer über ein gewisses handwerkliches Geschick verfügt, erledigt die Montage auch ohne Profi-Handwerker. Insofern der Austausch einer Steckdose- und/oder des Stromzählers notwendig sind, empfehlen wir allerdings einen professionellen Elektriker zu involvieren. Auch die Anmeldung beim Netzbetreiber sollte nicht vergessen werden.

   Besonders sinnvoll für Mieter und Wohungsbewohner
   Installation kann z.T. selbst durchgeführt werden
   Plausibilitätsprüfung: geeigneter Montageort (z.B. Balkon,        Garten, Fassade)
   Anmeldepflicht beim Netzbetreiber
   Einspeisevergütung für überschüssigen Strom
 

Warum eigentlich Solar?

Das erklärte Ziel der Energiewende in Deutschland ist die Sicherstellung einer sicheren, sauberen und bezahlbaren Energieversorgung. Nur so bleibt unsere Zukunft weiterhin lebenswert. Solarenergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn diese Form der Energieerzeugung ist heute nicht mehr nur noch umweltfreundlich, sie wird auch immer günstiger und ist heute schon für jeden zugänglich. Ein besonderer Vorteil von Solarenergie ist zudem, dass der Strom dort erzeugt wird, wo er auch verbraucht wird. Der Strom muss also nicht kilometerweit durchs ganze Land transportiert werden.

icon: Umwelt schützen

Umwelt
schützen

icon: Sparschwein

Energiekosten
sparen

icon: Ketten brechen

Unabhängigkeit steigern

icon: Haus

Immobilienwert
erhöhen

Wussten Sie, dass…

…eine Photovoltaikanlage für einen 3-Personen Haushalt 46,36 Tonnen CO2 in 20 Jahren kompensiert?

Das entspricht:

Verkehrsstau

ca. 225.000 Kilometer Autofahrt
mit einem Benziner

Quelle:
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/klimabilanz/

Bäume

Jährliche CO2 Bindekraft von ca. 3.700 Bäumen

Quelle:
https://www.co2online.de/service/klima-orakel/beitrag/wie-viele-baeume-braucht-es-um-eine-tonne-co2-zu-binden-10658/

Mutter und Tochter waschen sich die Hände

CO2 Vorteil von ca. 200.000l Leitungswasser ggü. Flaschenwasser

Quelle:
https://www.klassewasser.de/content/language1/html/2269.php

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz im Überblick

Immer wieder ist im Zusammenhang mit Photovoltaik vom Erneuerbare-Energien-Gesetz, mal von der EEG-Umlage oder auch mal von der EEG-Einspeisevergütung zu lesen. Wir erklären hier die wichtigsten Fragen.

Zusammenfassung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz dient dem Ausbau von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen. So sollen laut der EEG-Novelle von 2017 im Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Dazu zählen beispielsweise Windkraft-, Wasserkraft- oder Solaranlagen. Das Gesetz verpflichtet Netzbetreiber dazu, bevorzugt Strom aus regenerativen Quellen abzunehmen und weiterzuleiten. Das Gesetz regelt außerdem eine feste Vergütung für Erzeuger von nachhaltigen Strom. Die Einspeisevergütung dient hierbei als Anreiz zum Ausbau regenerativer Energiegewinnung.

Ziele

Das EEG verfolgt vier zentrale Ziele:

  1. Im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen.
  2. Die langfristigen volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung zu verringern.
  3. Fossile Energieressourcen zu schonen.
  4. Die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen.

Neben diesen Zielen soll der Anteil des aus erneuerbaren Energien stammenden Strom bis zum Jahr 2050 auf mindestens 80% steigen

Förderungsfähige Anlagen

Das EEG fördert grundsätzlich nur Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms mit einer Einpeisevergütung. Dazu gehört:

  • Windenergie
  • Solarenergie
  • Erdwärme

Biomasseanlagen erhalten dagegen nur eine Förderung bis 20 Megawatt und Wasserkraftanlagen nur als Neubauten.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung sichert Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Energien eine festgelegte Vergütung für den von ihnen ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms. Der zum Zeitpunkt der Antragsbewilligung festgelegte EEG-Einspeisevergütungssatz wird immer auf 20 Jahre garantiert und bleibt über diesen Zeitraum konstant.

Für diejenigen, die ihr Dach noch nicht mit PV ausgestattet haben, ist wichtig zu wissen, dass der Einspeisevergütungssatz jeden Monat gesenkt wird. Denn das EEG schreibt eine regelmäßige Anpassung der Einspeisevergütung vor. Damit steuert der Gesetzgeber das Tempo des Zubaus. Steigt dieser schnell an, sinkt auch die Einspeisevergütung schneller. Im Juli 2020 lag die Einspeisevergütung für Anlagen < 10 kWp bei 9,03 Cent pro kWh.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage ist ebenfalls im Erneuerbaren-Energien-Gesetz verankert. Diese dient der Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Die EEG-Umlage zahlen alle Stromverbraucher über einen Teil ihrer Strombezugskosten. Die EEG-Umlage macht also einen Teil Ihres Strompreises aus und ist somit auch ein Grund für Preiserhöhungen.

Sie möchten sich weiter zum Thema Photovoltaik informieren?

Photovoltaikmodule bestehen aus vielen verbundenen kristallinen Siliziumzellen. Durch Sonneneinstrahlung werden Elektronen in den Zellen angeregt und beginnen zu wandern. Dies nennt man photoelektrischen Effekt und ist gleichbedeutend mit elektrischem Gleichstrom. Dieser wird nun in einem Wechselrichter in Wechselstrom (230 V) gewandelt und in das Hausnetz, das Versorgungsnetz oder einen Batteriespeicher eingespeist.
Um die Leistung der Solarmodule vergleichen zu können, hat man sogenannte "Standard Test Bedingungen" definiert. Der Wert "Watt Peak" (Wp) gibt dann die maximale Leistung der Module in Watt an. Tatsächlich erreichen die Module diese Maximalleistung aber nur an wenigen Stunden im Jahr und bei optimalen Bedingungen (senkrechte Einstrahlung, klare Luft, 25°C Zelltemperatur).
Der Großteil des deutschen Strommixes kommt noch immer aus fossilen Energieträgern und der Kernenergie. Durch eine eigene PV-Anlage können Sie Ihren Teil zur dezentralen Energiewende beitragen und einen Teil Ihres täglichen Strombedarfes durch eigenen, sauberen PV-Strom abdecken. Jede kWh aus Photovoltaik hilft, den CO2-Ausstoß zu verringern! Zusätzlich machen Sie sich ein Stück weit unabhängig von den beständig steigenden Stromkosten und verringern Ihre monatliche Stromrechnung.
Netzanlagen mit nicht mehr als 10 kWp Anlagenleistung
PV-Netzanlagen können deutlich größer sein (im haushaltsüblichen Bereich bis 10 kWp) und müssen von einem konzessionierten Elektriker fest in einer Unterverteilung oder dem Zählerkasten verdrahtet werden. Der erzeugte Strom, der nicht unmittelbar von eingeschalteten Geräten verbraucht wird, wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür eine EEG-Einspeisevergütung beantragt werden. Ein Batteriespeicher kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.

Plug & Play (steckerfertige) Anlagen bis 600 Watt Anlagenleistung
Dies sind Kleinstanlagen mit wenigen Solarmodulen, welche den erzeugten Strom direkt in eine Steckdose ins Hausnetz einspeisen. Durch diese einfache Einbindung kann die Anlage, z.B. bei einem Umzug, einfach mitgenommen und neu aufgebaut werden. Die Anlage sollte so ausgelegt sein, dass dieser Strom möglichst direkt verbraucht wird und nicht als Überschusseinspeisung ins öffentliche Netz fließt.
Für einen optimalen Ertrag ist die PV-Anlage ca. 30° geneigt und nach Süden ausgerichtet. Eine Verschattung z.B. durch Bäume oder Schornsteine sollte in jedem Fall vermieden werden. Es gibt verschiedene Montagesysteme, sodass eine Befestigung auf dem Flach- oder Schrägdach oder auch an der Fassade oder am Balkon möglich ist.
In der Regel sind immer elektrische Geräte wie Kühl- und Gefrierschrank oder Telefon, Internet, etc. im Standby eingeschaltet. Wird darüber hinaus Strom erzeugt, fließt er über Ihren Zähler ins öffentliche Netz und Sie erhalten die beantragte EEG-Einspeisevergütung. Ältere Zähler (Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre) würden bei einer solchen Einspeisung sogar rückwärts laufen. Da das in Deutschland nicht erlaubt ist, fordert der Netzbetreiber bei Anschluss einer PV-Anlage den Einbau eines Zweirichtungszählers. Im Zuge der Anmeldung dieser Anlage beim Netzbetreiber wird in der Regel ein Termin zum Zählertausch vereinbart.

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