Maßnahmen, um die Effizienz zu erhöhen und Heizkosten zu sparen

Die smarte Steuerung für ein effizientes Zuhause

Viele Menschen wissen gar nicht, dass schon kleine Maßnahmen die Energieeffizienz deutlich steigern können. Wir haben einige Tipps & Tricks zusammengetragen, die die Energieeffizienz zu Hause deutlich steigern kann. Sowohl Eigentümer als auch Mieter können durch kleine Verhaltensänderungen oder Modernisierungsmaßnahmen deutlich sparen. Das schont langfristig nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. So werden wir alle zu kleinen Umwelthelden: Zu echten Energiewendemachern!

Die richtige Temperatur für jeden Raum 1

Die individuelle Wohlfühl-Temperatur ist für jede Person anders. Es empfiehlt sich aber, die Temperatur in Wohnräumen nicht unnötig hoch einzustellen.

Grundsätzlich gilt in den Räumen folgende grobe Orientierung:

• Wohnräume: 20 – 22 Grad
• Kinderzimmer 22 – 23 Grad
• Diele und Flur: 15 – 18 Grad
• Küche: 18 – 20 Grad
• Badezimmer: max. 23 – 24 Grad
• Schlafzimmer: 16 – 18 Grad

Durch die individuelle Temperatur in den jeweiligen Räumen lässt sich bares Geld sparen und durch den geringeren Wärmebedarf auch die Umwelt schützen. Jedes Grad mehr über der empfohlenen Temperaturspanne führt übrigens zu etwa 6% höherem Energieaufwand.2

Ein Thermostat kann die aktuelle Temperatur im Zimmer anzeigen

Eine Temperatursteuerung ist sehr hilfreich

Smart Home Steuerung für ein Haus

Die richtige Temperatur in den Räumen ist die eine Sache – allerdings ist es über einen manuellen Weg fast unmöglich, die richtige Temperatur zum richtigen Zeitpunkt einzustellen.

Aus diesen Grund ist eine (automatisierte) Temperatursteuerung sehr hilfreich. Angefangen von programmierbaren Thermostaten bis hin zu intelligenten Steuerungssystemen lassen sich 10 – 30% der Heizkosten einsparen. Je nach Lösung rentieren sich die Anschaffungen teilweise schon nach 1-2 Jahren.

Den Heizkörper nicht abdecken

Es sollte immer darauf geachtet werden, dass sämtliche Heizkörper in der Wohnung nicht blockiert sind. Durch Vorhänge, Möbel oder Verblendungen kann die erzeugte Wärme nicht richtig in den Raum abgegeben werden. Das führt zu weniger Effizienz und einer daraus resultierenden höheren Heizkostenrechnung.

Auch bei Thermostatventilen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese nicht verdeckt sind. Nur so können die Thermostatventile richtig arbeiten und eine Fehlregulierung wird ausgeschlossen.

Gummistiefel stehen vor einer Heizung Mütze und Handschuhe liegen auf der Heizung

Stoßlüften“ statt Fenster auf Kipp

Sonne strahlt in offenes Fenster mit wehenden Vorhängen

Ein Effizienzkiller schlecht hin ist das dauerhafte Lüften über ein gekipptes Fenster im Winter. Dadurch entweicht ein Großteil der Wärme in die Umwelt und gleichzeitig wird der Raum nicht ausreichend mit gewünschter frischer Luft versorgt.


Stattdessen sollte das Zimmer durch ein kurzes Stoßlüften mit frischer Luft versorgt werden. Dabei sollte zunächst die Heizung kurz ausgeschaltet werden und das Zimmer im Anschluss für 5 bis maximal 10 Minuten durch das komplett geöffnete Fenster belüftet werden. Das geht am schnellsten, in dem man durch Querlüften in der Wohnung auch gegenüberliegende Fenster öffnet. Danach alle Fenster direkt wieder schließen und die Heizung kann wieder eingeschaltet werden.

Die Restwärme in den Wänden sorgt dann dafür, dass das Zimmer in kurzer Zeit wieder die persönliche Wohlfühltemperatur erreicht. Die Wände sind also bei der „Stoßlüften“-Variante viel weniger ausgekühlt und dadurch wird weniger Energie für das erneute Aufwärmen der Räume benötigt. Diese Maßnahme schützt im Winter zusätzlich auch vor Schimmelbildung.

Wer generell einen detaillierten Überblick über die Qualität seiner Luft (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Wert.) haben möchte, für den könnte ein Smart Home-System eine sinnvolle Lösung sein.

Kontinuierlich statt phasenweise heizen

Hat man einen langen Arbeitstag vor sich oder ist gar für einige Tage im Urlaub, dann sollte die Wohnung trotzdem weiterhin auf geringerer Stufe beheizt werden. Je länger man nicht zu Hause ist, desto niedriger darf die Grundtemperatur aber herunter gestellt werden.

Das gleiche gilt übrigens auch für die Nacht: In der Nacht darf ruhig die Temperatur herunter geregelt werden. Ganz abgeschaltet werden sollte die Heizung aber niemals! Das Wiederaufheizen kostet am Ende viel mehr Heizleistung, als die Temperatur kontinuierlich auf einem gewissen Niveau zu halten.

Letztendlich hängt vieles aber auch von der individuellen Isolierung der Immobilie ab. Je besser die Isolation ist, desto niedriger fallen die Heizkosten aus.

Große Sanduhr läuft

Eine gute Isolierung ist essenziell: Aber auch kleinere Maßnahmen helfen

grauer Zugluftstopper vor der Tür

Eine gute Isolierung ist essenzieller Bestandteil für effizientes Heizen. Nur wenn die zu beheizende Immobilie auch gut isoliert ist, bleibt die verwendete Heizenergie auch langfristig im Gebäude. Schlecht isolierte Fassaden, Fenster oder Türen führen dazu, dass ein Großteil der Wärme nutzlos an die Umwelt abgegeben wird.

Aber schon kleine Maßnahmen können helfen, den Wärmeschutz zu verbessern! Ein Zugluftstopper für die Tür hilft beispielsweise, damit weniger Wärme über den Türspalt entweicht. Dieser wird einfach an unteren Ende der Türe befestigt und schließt so eine etwaige Lücke am Boden. Die Wärme kann dann nicht mehr so schnell entweichen. Zusätzlich kann selbstklebendes Dichtungsband verwendet werden, um Türen und Fenster am Rahmen abzudichten.

Für Heizkörper an der Wand gibt es darüber hinaus noch Dämmmatten bzw. Dämmfolien, um die Heizkörper besser von der Außenwand zu isolieren. Diese werden einfach hinter dem Heizkörper angebracht. So geht weniger Wärme im Bereich der Außenwand verloren und die Nutzung der Raumwärme wird noch effizienter gestaltet.

Der große Wurf: Die Dämmung des Gebäudes

Kleine Maßnahmen kann jeder schnell und effektiv umsetzen. Wenn man das Thema „energetische Sanierung“ aber vollumfänglich angehen möchte, dann darf man auch vor größeren Maßnahmen nicht halt machen.

Durch eine adäquate Dämmung der Fassade, kann gerade bei Altbauten enorm viel Energie gespart werden. Teilweise amortisieren sich die Dämm-Maßnahmen bereits nach wenigen Jahren. Zusätzlich sollten auch veraltete Fenster ersetzt werden, um eine ganzheitliche gute Isolierung des Gebäudes zu gewährleisten.

Um ein erstes Gefühl davon zu erhalten, ob eine energetische Sanierung Sinn macht, lohnt sich ein Blick auf den Energieausweis der Immobilie. Dieser gibt Auskunft über die energetische Qualität des Gebäudes und das eventuelle Verbesserungspotenzial.

Fassade wird gedämmt

Regelmäßiges Entlüften der Heizung spart Heizkosten

Heizung wird entlüftet mit einem Schraubenzieher

Sicherlich hat jeder diese Situation schon mal erlebt: Der Heizkörper wird nicht richtig warm und teilweise kommen „Glucker“-Geräusche aus dem Heizsystem.
Häufig liegt das an Luft in der Heizung, Nach einigen Jahren kann es schonmal vorkommen, dass sich Luft im Heizsystem ansammelt und so die effiziente Funktionsweise der Heizung beeinträchtigt.

Es ist deswegen ratsam, die Luft schnellstmöglich aus dem Heizsystem zu entfernen.
Das kann jeder mit einem Heizungsschlüssel in wenigen Minuten selber erledigen!

Einfach mit einem Heizungsenlüftungsschlüssel das Entlüftungsventil der Heizung öffnen und so dafür sorgen, dass die vorhandene Luft entweichen kann. Ein Gefäß für eventuell austretendes Wasser nicht vergessen.

Einen Heizungsentlüftungsschlüssel gibt es bereits für wenige Euro (z.B. hier bei Amazon) zu kaufen und ist für nahezu alle Heizungsarten geeignet. Nach dem Entlüften funktioniert die Heizung wieder deutlich effizienter und es wird bares Geld gespart.

Eine regelmäßige Wartung verlängert das Leben der Heizungsanlage

Damit die Heizung auch längerfristig funktioniert und effizient arbeitet, sollte eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachhandwerker erfolgen. Neben der allgemeinen Sorgsamkeitspflicht wird gewährleistet, dass die Lebensdauer der Heizungsanlage signifikant erhöht bleibt und die Anlage auch wirklich effizient arbeitet und möglichst wenig Energie verbraucht.
Mittels eines sogenannten „hydraulischen Abgleichs“ kann die Heizung durch einen Fachhandwerker wieder optimal auf die Gegebenheiten eingestellt werden. Falls eine Wartung also längerfristig nicht stattgefunden hat, sollten Sie überlegen, ob eine Wartung bzw. ein hydraulischer Abgleich bei Ihnen Zuhause Sinn macht.

Handwerker wartet Heizungen

Aus alt mach neu: eine neue Heizungsanlage kann Sinn machen

Handwerker tauscht die Heizung aus

Jede Heizung hat nur eine begrenzte Lebensdauer. In der Regel haben Heizungsanlagen eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 – 30 Jahren. Aber schon vorher kann sich eine Neuanschaffung lohnen: Nutzen Sie z.B. noch einen alten Heizwert-Ölkessel, dann verbrauchen sie deutlich mehr Heizenergie (bis zu 20%) als moderne Varianten. Das belastet nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Ohnehin sollten Sie der Umwelt zuliebe lieber auf eine nachhaltige Heizungsanlage umsteigen.3

Sollte Ihre Heizungsanlage also schon etwas älter sein oder zumindest wartungsanfällig, dann könnte eine neue Heizungsanlage vielleicht die langfristig bessere Wahl sein.

In unserer Rubrik über nachhaltige Heizsysteme erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Lösungen:

1https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur#gewusst-wie

2https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/richtig-heizen-die-10-besten-tipps/

3https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/heizkosten-sparen-einfach-nur-den-heizkessel-modernisieren/20581996-2.html