Klimawandel: Was hat es damit auf sich und welche Möglichkeiten gibt es, aktiv zu werden?

Reduzieren Sie Ihren CO2-Fußabdruck – machen Sie mit Ökostrom einen ersten Schritt.

Sicher haben Sie auch schon einmal vom Treibhauseffekt oder vom Klimawandel gehört.

Was hat es mit dem Klimawandel auf sich?

In den letzten 50 Jahren ist ein kontinuierlicher Anstieg der Temperaturen zu verzeichnen. Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) belegen, dass sich die Mitteltemperatur der Luft seit 1881 um 1,4°C erhöht hat – damit liegt Deutschland deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Wie warm genau es künftig noch werden wird, lässt sich allerdings nicht genau berechnen. Fakt ist jedoch, dass dieser Trend aufgehalten werden muss, wenn wir weiterhin einen lebenswerten Planeten bewohnen wollen.

Je höher die Erwärmung, desto mehr wird das ökologische Gleichgewicht der Erde durcheinandergebracht. So steigt durch das Schmelzen der Polarkappen beispielsweise der Meeresspiegel, was zur Folge hat, dass extreme Wetterbedingungen wie Wirbelstürme und Überflutungen zunehmen. Vor allem Menschen, die nahe am Meer wohnen, sind bedroht. Auch die Häufigkeit von Hitzewellen und deren Intensität verändert sich. Für Deutschland werden im Zeitraum bis 2050 bis zu 15 weitere heiße Tage pro Jahr erwartet, was sich besonders für Säuglinge, Kleinkinder und ältere oder pflegebedürftige Menschen gesundheitsgefährdend auswirkt und im Extremfall sogar Todesopfer fordern kann. Die anhaltende Trockenheit wirkt sich zudem auf die Landwirtschaft aus, da viele Pflanzen mit den neuen Klimabedingungen nicht zurechtkommen und es so zu Ernteausfällen kommt. Unsere Lebensmittel könnten also knapp oder zumindest sehr viel teurer werden, da deren Produktion mehr Kosten verschlingt.

Wissenschaftler sind sich einig, dass die Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad beschränkt werden kann. Dafür ist jedoch eine enorme Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen nötig – nur dann kann der CO2-Anteil in der Atmosphäre stabil gehalten und unser Ökosystem geschützt werden.

Was ist überhaupt der CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck (oder auch Carbon Footprint) ist die Summe der CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. CO2 ist dabei die chemische Bezeichnung für Kohlenstoffdioxid, oder kurz Kohlendioxid und ist auch als sogenanntes “Treibhausgas” bekannt.

Kohlendioxid kommt natürlich in der Erdatmosphäre vor und wird in verschiedenen biologischen Prozessen freigesetzt und wieder abgebaut. Solange diese Kreisläufe nicht gestört werden, ist alles im Gleichgewicht. Durch die zunehmende Industrialisierung werden immer neue Prozesse in dieses Ökosystem eingebaut, die zusätzliches CO2 ausstoßen, wie z.B. Autos oder Fabriken.

Auch bei der Energiegewinnung, wie z.B. bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas, entsteht eine große Menge an CO2. Ab diesem Punkt wird es für die Umwelt problematisch, weil nun größere Mengen Kohlenstoffdioxid produziert werden, als natürlich wieder abgebaut werden können.

CO2 baut sich nämlich nicht selbst ab. Produzieren wir also durch Gewinnung von Energie zusätzliche Treibhausgase, steigen die CO2 Werte in der Atmosphäre und bilden dort eine Art Schirm um die Erde. So kann immer weniger Wärme, die von der Erde abgestrahlt wird, ins Weltall entweichen und das Erdklima erwärmt sich schrittweise.

Wie Sie im Alltag Energie sparen können, erfahren Sie hier.

Was hat eigentlich Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck?

In der modernen Welt produziert jeder Mensch täglich mehr CO2, als auf natürliche Weise wieder abgebaut werden kann. Wir nutzen Verkehrsmittel mit Verbrennungsmotoren, heizen unser Zuhause und verwenden Warmwasser. Für den Betrieb von Haushaltsgeräten und Beleuchtung benötigen wir Strom, der heute zu großen Teilen ebenfalls aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe entsteht.


Jegliche Verwendung von Energie hat also Einfluss auf die verursachte Menge an CO2. Je mehr Energie wir verbrauchen, desto mehr CO2 produzieren wir zusätzlich.

Was kann ich tun, um meinen eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern?

Zunächst können Sie darauf achten, die Energie, die Sie nutzen, sinnvoll und sparsam einzusetzen.

  • achten Sie auf effiziente Geräte
  • wählen Sie Ihr Verkehrsmittel mit Bedacht
  • vermeiden Sie unnötige Flugreisen

Hier einige Beispiele in Zahlen:

  • 300 kg sparen Sie pro Jahr ein, wenn Sie die Raumtemperatur nur um 1°C senken.
  • 250 kg sparen Sie pro Jahr ein, wenn Sie die Wäsche kalt waschen.
  • 100 kg sparen Sie pro Jahr ein, wenn Sie hauptsächlich Bio-Lebensmittel kaufen.
  • 700 kg sparen Sie pro Jahr ein, wenn Sie sich vegan ernähren.
  • 1.890 kg sparen Sie pro Jahr ein, wenn Sie in einem Passivhaus anstelle eines schlecht isolierten Altbaus wohnen.
  • 175 kg sparen Sie ein, wenn Sie eine Strecke von ca. 600 Kilometern mit dem Zug anstatt dem Auto fahren.

(Quelle: Magazin Fluter)

Weitere Tipps und Tricks zum Energie sparen finden Sie hier.

Vor allem aber bei der Stromnutzung bietet sich großes Potenzial zum CO2-Sparen, ohne dass Sie lieb gewonnene Gewohnheiten über Bord werfen müssen. Sehen wir uns das genauer an:

Im deutschen Strommix, den wir regulär aus der Steckdose konsumieren, steckt CO2. Im Jahr 2017 waren dies rd. 489 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (hWh) Strom. Ein 2-Personen-Haushalt mit 2.800 kWh Stromverbrauch pro Jahr, produziert damit also 1.369,2 kg CO2. Diese Emissionen beziehen sich auf den Emissionsfaktor für Deutschland des Umweltbundesamtes.

Wenn Sie bei der Wahl Ihres Stromtarifs nicht auf die Art der Stromgewinnung achten, schlagen diese Werte für Sie durchschnittlich zu Buche. Hier können Sie aktiv etwas zum Positiven verändern. Denn: Ökostrom aus Wasserkraft ist CO2-neutral.


Wasserkraft – Die derzeit effizienteste Energiequelle der Welt

Mit einem Anteil von knapp 20% liegt die Wasserkraft deutschlandweit an zweiter Stelle, was die Stromerzeugung aus alternativen Energiequellen angeht.

Die Kraft des Wassers treibt – praktisch im Vorbeilaufen – Turbinen an, die Strom erzeugen. Es wird, im Gegensatz zu vielen anderen Energiequellen, nichts verbrannt oder verbraucht.

Bei der Gewinnung von Wasserkraft entstehen

  • keine radioaktiven Abfälle
  • keine CO2-Emissionen

Setzen Sie auf Ökostrom und reduzieren Sie Ihren CO2-Fußabdruck

Mit der Nutzung von Ökostrom können Sie den Anteil Ihres CO2-Fußabdrucks, der durch Strom entsteht, auf nahezu Null reduzieren. Mit einem 2-Personen-Haushalt sparen Sie rd. 1,4 Tonnen CO2 pro Jahr. Ganz einfach durch die bewusste Tarifwahl.

Sie möchten noch mehr tun? Werden Sie Teil der Grünstromcommunity.

Die eprimo Grünstromcommunity verbindet Verbraucher unmittelbar mit den Erzeugern von lokalem und nachhaltig erzeugtem Ökostrom. Die Vernetzung von Abnehmern und Produzenten von CO2-neutralem Ökostrom ermöglicht es, lange Transportwege zu umgehen und trägt dadurch auch zur Entlastung von Deutschlands Stromnetzen bei. Die Grünstromcommunity legt den Grundstein für eine dezentrale und persönliche Erzeugung. Ganz nach dem Motto: Vom Stromerzeuger nebenan! Interessiert? Dann sehen Sie sich hier doch einmal um.

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