Umweltfreundlich heizen mit der Gasheizung.

Alles was Sie zur kalten Jahreszeit über Ihre Gasheizung wissen müssen.

Zwei Drittel der Haushalte in Deutschland setzen auf die Gasheizung. Entweder in Einfamilien- oder Doppelhäusern oder auch als Zentralheizung in Mehrfamilienhäusern. eprimo erklärt, warum die Gasheizung sinnvoll ist und welche Punkte Sie beachten sollten, wenn auch Sie Ihr Zuhause mit Gas heizen.

Wie funktioniert eine Gasheizung?

Zum Betrieb einer Gasheizung ist ein externer Gasanschluss notwendig. In der Regel wird die Heizanlage hierüber mit Erdgas versorgt. Ein sogenannter Brenner in einem Heizkessel verbrennt das Gas und erzeugt auf diese Weise Wärme, mit der über einen Wärmetauscher Wasser erhitzt wird. Das erhitzte Wasser wird anschließend über eine sogenannte Umwälzpumpe durch die Heizkörper oder die Fußbodenheizung gepumpt. Die Pumpe sorgt für eine laufende Zirkulation, so dass immer neues, heißes Wasser nachgepumpt wird und abgekühltes Wasser zurück zum Heizkessel fließt um erneut aufgewärmt zu werden. Moderne Heizungsanlagen verfügen über eine ausgereifte Regeltechnik. Diese Technik stellt sicher, dass der Heizkessel immer genug Leistung bringt und dass – abhängig von der Außentemperatur, die über Thermostate ermittelt wird – immer genug Wärme zur Verfügung steht.

Welche Vorteile hat eine Gasheizung?

Eine moderne Gasheizung ist nicht nur besonders sauber, sondern bietet zudem noch weitere Vorteile.

  • Zuverlässige, ausgereifte Technik & hohe Sicherheit.

    Gasheizungen werden schon seit Jahrzehnten eingesetzt und sind technisch auf einem hohen Niveau ausgereift.

  • Optimale Nutzung des Brennstoffes und hoher Wirkungsgrad.

    Moderne Gasheizungen zeichnen sich durch eine besonders hohe Ausnutzung der Energie des Brennstoffs aus. Teilweise liegt der Wirkungsgrad sogar über 100%, da auch die Abgase der Verbrennung zusätzlich zum Heizen verwendet werden.

  • Umweltfreundliche Verbrennung.

    Erdgas verbrennt, im Vergleich zu Ölheizungen, erheblich umweltfreundlicher und verursacht deutlich weniger CO2.

  • Problemlose Versorgung.

    Durch den direkten Anschluss an die Gasleitung entfallen kostenintensive, individuelle Belieferungen mit dem LKW, wie das bei Ölheizungen der Fall ist. So sparen Sie eine Menge CO2 ein.

  • Geringer Platzbedarf.

    Gasheizungen sind im Vergleich zu anderen Heizungsarten sehr klein. Daneben ist keine Lagerung von Brennstoffen notwendig.

  • Möglichkeit zur Kombination mit erneuerbaren Energien.

    Bei vielen Gasheizungen ist eine Kopplung mit eigenen Solaranlagen problemlos. So können Sie Ihren Gasverbrauch reduzieren. Auch eine spätere Nachrüstung ist meist mit wenig Aufwand möglich.

Vorteile einer Gasheizung

Was kostet eine Gasheizung?

Eine neue Gasheizung liegt im Preis zwischen 6.000 und 15.000 €. Die Spanne ist sehr weit, da dies auch von der Wahl des Brenners sowie von der Anzahl und der Größe der zu beheizenden Räume abhängt. Ein genaues Angebot sollten Sie sich vom Fachmann erstellen lassen, dieser kann Ihnen auch die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Fabrikate und Preisklassen erläutern. Generell ist jedoch zu sagen, dass Gasheizungen im Vergleich zu anderen Heizungsarten als eher günstig einzustufen sind.

Die Betriebskosten einer Gasheizung halten sich – im Vergleich zu anderen Heizungsarten – auf einem relativ niedrigen Niveau. Bei einem Jahresverbrauch von 15.000 kW/h entstehen aktuell Kosten von rd. 700 €.

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Produkt
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Geschätzter Jahresverbrauch
kWh
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Wer darf eine Gasheizung einbauen?

Prinzipiell gibt es keine Vorschriften, wer eine Gasheizung einbauen darf. Wenn Sie Ihre Gasheizung jedoch selbst einbauen wollen, sollten Sie über umfangreiches Wissen im Bereich Heizung verfügen. Eine unsachgemäß installierte Heizung verschlingt – durch falschen Betrieb – nicht nur unnötig Kosten, sondern kann im Zweifel auch lebensgefährlich werden. Des Weiteren kann ein durch die Heizung verursachter Schaden im Zweifel nicht durch Ihre Versicherung abgedeckt sein, wenn Sie die notwendigen Fachkenntnisse nicht nachweisen können. Wenn Sie also beim Einbau oder Tausch Ihrer Heizungsanlage auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie einen Meisterbetrieb beauftragen.

Wie lange hält eine Gasheizung?

Moderne Heizungen haben eine Lebenszeit von 20 bis 30 Jahren. Eine Heizung, die sachgemäß betrieben, pfleglich behandelt und regelmäßig gewartet wird, kann auch länger als 30 Jahre im Einsatz bleiben.

Muss eine alte Heizung ausgetauscht werden?

Wenn Sie über eine sehr alte Gasheizung verfügen, sollten Sie sich über einen Austausch informieren. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt eine gewisse Energieeffizienz von Gebäuden vor. Mit dem energiepolitischen Ziel, den CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich zu reduzieren, sind auch alte Öl- und Gasheizungen betroffen. In der EnEV findet sich dazu eine Austauschpflicht. § 10 regelt, dass alte Heizkessel für gasförmige Brennstoffe unter gewissen Bedingungen nicht mehr betrieben werden dürfen. Wenn Ihre Heizung älter als 30 Jahre ist oder auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik arbeitet, finden Sie hier relevante Informationen.

Wie wird eine Gasheizung gewartet?

Die EnEV schreibt vor, dass "Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie raumlufttechnische Anlagen sachgerecht zu bedienen, zu warten und instand zu halten sind". Eine regelmäßige Wartung sichert also nicht nur den ordentlichen und kostengünstigen Betrieb, sondern ist auch Vorschrift. Was muss bei der Wartung geprüft werden?

  • Brenner und Kessel auf Verschmutzungen prüfen und ggf. reinigen.
  • Abnutzung, Korrosion und Dichtheit der Anlage prüfen.
  • Überprüfung der Abgasführung und der Gaszufuhr auf Sicherheit.
  • Druckprüfung.
  • Überprüfung der Sicherheit aller Ventile.

Was sollten Sie selbst regelmäßig prüfen?

  • Wasserstand im Kessel prüfen und ggf. nachfüllen.
  • Heizkörper regelmäßig entlüften.
  • Thermostate prüfen.
  • Heizungsraum regelmäßig lüften.
  • Hauptschalter zugänglich halten um im Falle einer Störung die Heizung rasch ausschalten zu können.

Sicher Heizen – was Sie beachten sollten.

Wer trägt die Kosten der Wartung?

Als Eigentümer tragen Sie die Kosten selbst. Wenn Sie zur Miete wohnen, wird die regelmäßige Wartung der Heizung über die Nebenkostenabrechnung abgedeckt.

Wie heize ich richtig?

Neben dem einwandfreien Betrieb und einer regelmäßigen Wartung trägt auch Ihr Umgang mit der Heizung in der täglichen Anwendung zu den Kosten bei. Heizen Sie richtig!

  • Stellen Sie die Heizung nicht zu warm ein.
  • Heizen Sie nur Räume, die sich auch nutzen.
  • Stellen Sie die Heizung beim Lüften und wenn Sie für längere Zeiten außer Haus sind auf eine niedrigere Stufe oder ganz aus.

Weitere Tipps zur Heizungsoptimierung finden Sie hier.

Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und nutzen Sie zum Heizen Ökogas. So sparen Sie nicht nur bares Geld sondern reduzieren auch Ihren CO2-Fußabdruck nachhaltig.

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