Tipps zum Energiesparen in der Schule.

Wie der Schulalltag zum Energiespar-Abenteuer wird.

Hurra, die Schule hat wieder begonnen. Neben der Aufregung für ABC-Schützen, Schüler und Eltern, die diese Lebensphase mit sich bringt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Neues zu lernen. Gerade in der Schule, wo sich Schüler*Innen und Lehrer*Innen viele Stunden täglich aufhalten, sind Nachhaltigkeit und der sorgsame Umgang mit Energie ein großes Thema. eprimo hat für Sie tolle Tipps zum Energiesparen zusammengestellt. Wir haben die Themen in diesem Artikel für Sie so aufbereitet, dass alles auch für Kinder leicht verständlich ist. So können Sie die Themen direkt gemeinsam ansprechen.

Energiesparen in der Schule - 5 Tipps auf einen Blick.

  • Den Schulweg umweltfreundlich gestalten.
  • Richtig lüften für einen kühlen Kopf.
  • Eine nachhaltige Schulpause beginnt zu Hause.
  • Gemeinsam in der Schule Strom sparen.
  • Nachhaltigkeit zu Hause und in der Schule gemeinsam besprechen.

Energiesparen_Schule_Facts

Warum ist ein hoher Energieverbrauch nicht gut?

In unserer modernen Welt produziert jeder Mensch jeden Tag mehr CO2, als die Umwelt selbst wieder abbauen kann. Wir nutzen Verkehrsmittel mit Verbrennungsmotoren, heizen unser Zuhause und verwenden Warmwasser. Überall dort verursachen wir CO2. Für den Betrieb von Elektrogeräten und für künstliches Licht benötigen wir Strom, der heute zu großen Teilen auch aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe (wie z.B. Kohle oder Öl) entsteht.

Bei der Erzeugung von herkömmlichem Strom, wie z.B. bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas, entsteht eine große Menge an CO2. Daher ist es umso wichtiger, dass wir Ökostrom nutzen.
CO2 baut sich nicht selbst ab. Das CO2, das wir zu viel produzieren, hält sich in der Atmosphäre auf und legt sich wie ein Schirm um die Erde. So kann immer weniger Wärme, die von der Erde abgestrahlt wird, ins Weltall entweichen. Daher wird es bei uns immer wärmer.
In den letzten 50 Jahren ist es auf der Erde immer wärmer geworden. Noch spüren wir das nur selten, weil es nur wenige Grad Celsius sind. Das hat jedoch enorme Auswirkungen. Diesen Trend müssen wir aufhalten, damit unser Planet auch in der Zukunft für uns Menschen bewohnbar bleibt.
Wissenschaftler sagen, dass die Erwärmung bei 1,5 bis 2 Grad gestoppt werden kann. Dafür müssen aber die Treibhausgas-Emissionen enorm reduziert werden. Nur dann kann der CO2-Anteil in der Atmosphäre stabil gehalten und so unsere Erde geschützt werden.

Was ist CO2 und wie entsteht es beim Energieverbrauch?

CO2 ist die chemische Bezeichnung für Kohlenstoffdioxid, oder kurz Kohlendioxid und ist auch als sogenanntes “Treibhausgas” bekannt. Sicher haben Sie schon einmal vom CO2-Fußabdruck (oder auch Carbon Footprint) gehört. Das ist die Summe der CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht.

Kohlendioxid kommt natürlich in der Erdatmosphäre vor und wird in verschiedenen biologischen Prozessen freigesetzt und wieder abgebaut. Solange diese Kreisläufe nicht gestört werden, ist alles im Gleichgewicht. Durch die zunehmende Industrialisierung werden immer neue Prozesse in dieses Ökosystem eingebaut, die zusätzliches CO2 ausstoßen, wie z.B. Autos oder Fabriken.
Mit Energie aller Art sollten wir also sparsam und achtsam umgehen.

Weitere Begriffe rund und das Thema Nachhaltigkeit und Energie finden Sie einfach erklärt in unserem Lexikon.

Können wir auf dem Weg zur Schule Energie sparen?

Im Straßenverkehr wird - vor allem, wenn alle mit dem Auto fahren - sehr viel CO2 erzeugt. In vielen Großstädten ist der durchschnittliche Schulweg jedoch nur 800 Meter weit. Für einen kurzen Schulweg gibt es daher oft bessere Alternativen für die Umwelt, als Mama oder Papa und ein Kind in jeweils einem Auto. Wie wäre es, einmal eine Alternative zu testen?

Mögliche Alternativen für den Schulweg:

  • Schulbusse oder ÖPNV: Zusammen mit Kindern aus der Nachbarschaft kann das schon morgens großen Spaß machen.
  • Fahrgemeinschaften: Wenn man sich den Schulweg in der Nachbarschaft teilt, tut man nicht nur der Umwelt Gutes. Oft haben Mama und Papa dann auch noch Zeit für die Zeitung oder den Kaffee am Morgen.
  • Begleitet durch Eltern oder große Geschwister mit dem Fahrrad fahren: So lernen Schüler nebenbei, selbstständig am Straßenverkehr teilzunehmen.
  • Zu Fuß laufen (in der Gruppe): Kurze und ungefährliche Strecken machen auch zu Fuß Spaß. Auf dem Weg gibt es je nach Jahreszeit immer neue Dinge zu entdecken.
  • Für ältere Schüler über 14: E-Scooter nutzen. E-Scooter fahren völlig emissionsfrei und sind eine moderne Art, sich fortzubewegen.

Wie kann man in der Schule Heizenergie sparen und trotzdem einen kühlen Kopf bewahren?

Gerade in der Schule stecken wir oft in einem Dilemma. Das lange Stillsitzen erfordert einen warmen Raum, damit wir nicht auskühlen oder krank werden. Auf der anderen Seite braucht das Gehirn frische Luft und Sauerstoff, damit wir gut denken können.
Im Winter passiert also oft der Fehler: Heizung auf volle Pulle und Fenster auf zum Lüften. Das sollte nicht passieren, dass die ganze warme Luft sofort nach draußen entweicht.

Wie funktioniert also richtiges Heizen und Lüften? Hier sind 5 Tipps:

  1. Stoßlüften: Für 5 bis 10 Minuten alle Fenster ganz aufmachen. Am besten sind 3 bis 5 Minuten nach jeweils 2 Schulstunden.
  2. Bevor die Fenster aufgemacht werden: Heizung aus.
  3. Fenster ganz aufmachen.
  4. Wenn möglich querlüften. Wenn es an mehr als einer Seite des Klassenzimmers Fenster gibt: Alle öffnen. So tauscht sich die Luft schneller aus. Ansonsten kann man auch mit der Klasse gegenüber querlüften und sich gleich mal kennenlernen.
  5. Nach dem Lüften: Heizung gleich wieder anstellen.

Energiesparen_Schule_Lueften

Es zieht?

In vielen Schulräumen ist das nicht ungewöhnlich, gerade wenn das Schulgebäude schon ein wenig älter ist. Zugluft ist jedoch sehr ungesund und kann auf Dauer zu kalten Füßen oder Muskelverspannungen führen.
Hier kann man sich auf die Suche nach den Zugluftfallen machen. Das funktioniert toll, wenn man einen Finger nass macht und guckt, woher die kalte Luft kommt. Diese Stellen können dann mit Zugluftstoppern abgedichtet werden. Zieht es unter Türen oder zwischen den Fensterrahmen kann oft eine Extra-Dichtung Abhilfe schaffen.

Wie verbringen wir die Pausen nachhaltig?

Jeder Schultag hat auch die lang ersehnten Pausen. Eine Stärkung ist hier genauso wichtig, wie gemeinsames Spielen und Toben. Damit wir Ressourcen sparen, können wir uns zu Hause schon auf die Pause vorbereiten:

  • Pausenbrote oder Snacks für die Pause selbst mitbringen und eine wiederverwertbare Brotbox nutzen. So entsteht sehr viel weniger Verpackungsmüll. Es macht auch Spaß, mit den Klassenkameraden zu tauschen.
  • Obst (Bananen, Äpfel) braucht oft gar keine Extra-Verpackung und hat wichtige Vitamine für Köpfe, die viel denken müssen.
  • Getränke können in eine Thermosflasche oder in eine wiederverwendbare Trinkflasche gefüllt werden, die in der Schule auch an jedem Wasserhahn aufgefüllt werden kann.

Die Pause eignet sich oft auch als Tauschbörse mit Kindern aus anderen Klassen. Gerade, wenn für den Unterricht weitere Utensilien gebraucht werden. Oft werden diese von Kindern in höheren Klassen nicht mehr benötigt und können gebraucht für kleines Geld erworben werden.

Wo verbrauchen wir in der Schule die meiste Energie?

Was sind die größten Stromfresser? In der Schule kann man sich auf die Suche machen, was alles in der Steckdose steckt. Hier finden sich sicher eine Menge Geräte:

  • Drucker
  • Projektoren
  • Computer
  • Fernseher
  • Ladegeräte
  • Keyboards (im Musikraum)
  • ...

Es kann ein richtiges Abenteuer sein, alles zu finden, was Energie verbraucht. Mit einem Energiekostenmessgerät oder Stromverbrauchszähler, das man zwischen das Gerät und die Steckdose steckt, kann man herausfinden, wie viel Strom das jeweilige Gerät verbraucht und ob es vielleicht im Stand-by Modus oder sogar ausgeschaltet weiter Energie frisst.

Schüler*Innen können ihren Lehrer*Innen einen Abenteuertag vorschlagen, an dem alle Elektrogeräte entdeckt und erfasst werden. In der Klasse können dann sparsamere Alternativen erarbeitet werden.
Generell sollten immer alle Geräte, die nicht in Gebrauch sind, vom Netz genommen werden.

Weitere Tipps zum Stromsparen, die auch zu Hause funktionieren, gibt es hier.

Wie kann man in der Schule Strom sparen?

Auf welche Art und Weise kann man nun den Stromverbrauch in der Schule reduzieren? Hier ist sicher auch die Schulleitung gefragt. Kinder können ihre Lehrer ansprechen und auch die Eltern sollten das Thema auf Elternabenden oder in einem anderen geeigneten Rahmen thematisieren.

Die 5 wichtigsten Tipps:

  1. Geräte, die nicht genutzt werden, ausschalten oder den Stecker ziehen.
  2. Ökostrom nutzen.
  3. Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder für die Beleuchtung installieren oder Licht ausmachen, wenn niemand im Raum ist.
  4. Bei Neuanschaffungen effiziente, moderne Geräte kaufen.
  5. Leuchtmittel modernisieren - Glühbirnen austauschen (Energiesparlampen).

Strom sollte immer nur dann genutzt werden, wenn keine Alternative da ist. Wenn also tagsüber die Sonne scheint: Rollos auf. Bei Tageslicht lernt man viel besser und wird auch nicht so schnell müde.

Energie sparen und Ressourcen schonen sollten ein Thema und ständige Begleiter sein.

Im Gespräch mit Eltern und Lehrern, lässt sich ein Bewusstsein für Energie und den bewussten Umgang mit Ressourcen ganz von selbst aufbauen. So ist es gar kein Muss, sondern vielleicht sogar ein kleines Abenteuer.
Wenn man genau hinsieht, lassen sich viele kleine Tricks finden, wie wir in der Schule und auch zu Hause sorgsam mit unserer Umwelt umgehen können.
Für ein wenig Inspiration gibt es hier unsere 10 Wege für ein umweltfreundlicheres Leben.

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